Feldbahnbetrieb

Umladeanlagen / Freight Transfer

Je nach Einsatz einer Feldbahn hat diese unterschiedliche bauliche Anlagen. Grundsätzlich aber kann man sagen, daß sich bauliche Anlagen auf das absolut notwendige Minimum beschränken. Ein einheitlicher Baustil ist dabei nicht zu erkennen, da Hochbauten meist von den Bahnbetreibern mit örtlich verfügbarem Material gebaut werden.
Eine Ausnahme bilden hier teilweise die Rampenanlagen zur Umladung, da diese von Ausstattern wie O & K (Orenstein & Koppel) z.B. für land- und forstwirtschaftliche Bahnen nach einheitlichen Plänen angeboten und gebaut sind. Brücken einfachster Bauart werden höchstens zur Überquerung kleiner Bachläufe oder Graben eingesetzt, Tunnels sind auf Feldbahnen unbekannt

Depending on the use of the light railways they needed different kinds of structures. But in general you can say, the use of structures is limited to the absolute minimum needed. There are no design standards to structures since they are built with any material being localy available to the road’s owners.
The only exception are transfer-structures which sometimes, especialy in logging and farming usage, are built to standard-drawings from manufacturers like O & K (Orenstein & Koppel). Bridges, usualy of the most basic design, are only used to span small creeks or ditches, tunnels are unknown to light railways.


Rampenanlagen / Ramp Layout
Abb. aus Orenstein & Koppel Katalog / Image from Orenstein & Koppel Catalog
Allgemeine Rampenanordnung / General Ramp Layout

a) Umladung von regelspurigen Güterwagen in die Feldbahn, Material kann geschaufelt, bzw. geschüttet werden.
a) Transfer from standard gauge to light railways, goods can be shoveled or dumped

b) Umladung von der Feldbahn in regelspurige Güterwagen, Material kann geschaufelt werden.
b) Transfer from light railways to standard gauge, goods can be shoveled.

c) Umladung bei gleicher Höhe der Wagenböden, Material kann geschoben werden.
c) Transfer with both cars on same level, goods can be pushed.

Spezielle Rampenanordnungen / Special Ramp Layout
Abb. aus Orenstein & Koppel Katalog / Images from Orenstein & Koppel Catalog


Rampe zur Umladung von Schüttgut von der Feldbahn in offene regelspurige Güterwagen
Bulk-transfer from light railways to standard gauge gondolas

 

Rampe mit Schutz- und Aufsatzwand für besonders vorsichtige Umladung von schwerem Material
Transfer-ramp with plank to set heavy goods down while transfering

 

Rampe mit Auflage für die Längsbordwand, um diese als Überbrückung zu nutzen
Transfer-ramp with provision to use the car’s sidewall as bridging

Plan einer Rampenanlage / Plan of Ramp Layout
Abb. aus Orenstein & Koppel Katalog / Image from Orenstein & Koppel Catalog

Oberhalb des regelspurigen Anschlußgleises befindet sich die zweigleisige Schüttrampe der Feldbahn, und darunter ein Umladegleis wie es bei der allgemeinen Rampenanordnung unter a) beschrieben ist.

North of the standard gauge spur-track is the bulk transfer of the light railway. On the south side of the standard gauge spur-track is a transfer as described under General Ramp Layout, position a).


Kippvorrichtung für Feldbahnwagen / Tipping Device for Light Railway Cars
Abb. aus Orenstein & Koppel Katalog / Image from Orenstein & Koppel Catalog

Um dem Wunsch nach einer praktischen Umladevorrichtung nachzukommen, wurde diese Kippvorrichtung für Kastenwagen konstruiert, die das oft kostspielige Umladen von (Schütt-) Gütern in wenigen Minuten mit geringen Kosten ermöglicht.
Während das Schaufeln von Rüben aus einem Feldbahnwagen je nach Übung der Leute etwa 10 – 15 Minuten bei Verwendung von 2 Arbeitern beanspruchte, kann mittels unserer Kippvorrichtung ein Wagen, einschließlich der Zeit für das Einfahren in die Kippe, von 1 – 2 Leuten in 2 Minuten entleert werden.
Im Bedarfsfalle kann die Kippvorrichtung selbst auch noch verschiebbar eingerichtet werden. Die fahrbare Kippvorrichtung läßt sich besonders gut bei der Beladung von Eisenbahnwagen verwenden, da die Güterwagen auf den Ladegleisen oft nicht verschoben werden dürfen.
It has been a long desire of farmers using light railways, to have a simple tipping device for gondola cars. Instead of time-consuming and expensive manpower they wanted a simple mechanical device that would allow to unload a car in a few minutes at low cost.
Depending on the training of the employees, shoveling sugar-beets or similar goods out of a light railway car takes 10 to 15 minutes with two workers. By using the tipping device, 1 or 2 men can empty a car in 2 minutes, including the time needed to fix the car to the tipper.
If necessary, the tipping device even can be built movable. This moving tipper is especially advantageous when loading (standard-gauge) freigt cars, since these cars often must not be moved while on the loading-track.

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